SPÖ Gars am Kamp

LRin Karin Scheele: Reisemedizin: Erst in die Apotheke, dann in den Urlaub

Die Urlaubszeit steht vor der Tür. Für viele warten in den Ferien nicht nur Spaß und Erholung. Jeder und jede zweite Fernreisende erkrankt während oder nach dem Urlaub. Doch nicht nur weite Reisen bergen gesundheitliche Risiken. Auch beim Wanderurlaub in Österreich ist eine richtige Reiseapotheke unverzichtbar. Speziell beim Urlaub mit Kindern empfehlen die Apothekerinnen und Apotheker aus Niederösterreich einen Besuch in der Apotheke, wo die Kunden kostenlos über die richtige Reisevorsorge und Reiseapotheke beraten werden. „Gerade weil Ferien und Urlaub etwas Unbeschwertes sein sollen, ist die richtige Vorbereitung unverzichtbar. Denn ein Sonnenstich, ein verdorbener Magen oder eine kleine Verletzung sind schnell passiert. Mit der richtigen ‚Ausrüstung' sind sie aber sicher, dass ein solches Malheur nicht den ganzen Urlaub verdirbt. Die ApothekerInnen und Apotheker beraten Sie gerne bei allen Fragen rund um die Gesundheit im Urlaub", macht NÖ Gesundheitslandesrätin Mag. Karin Scheele aufmerksam.

 

Alle Medikamente, die Sie auch zu Hause einnehmen oder häufig brauchen, dürfen im Urlaub nicht fehlen. Außerdem benötigen Sie Medikamente, die speziell auf Ihren Urlaubsort abgestimmt sind. „Die Apotheken in Niederösterreich beraten Sie gerne über die korrekte Zusammenstellung ihrer Reiseapotheke", so Mag.pharm. Werner Luks, Präsident der NÖ Apothekerkammer.

 

Eine Standard-Reiseapotheke beinhaltet:

* - Pflaster, Blasenpflaster, Verbandszeug, Wundauflage, elastische Binde
* - Schere, Pinzette, Wunddesinfektionsmittel, eventuell sterile Spritzen und Nadeln, Fieberthermometer
* - Insekten- und Quallenschutz, Sonnenschutz und Après-Soleil-Produkte
* - Wund- und Heilsalbe bei Verletzungen

Arzneimittel

* - Gegen Durchfall und Verstopfung, Übelkeit und Erbrechen
* - Gegen Schmerzen
* - Gegen Husten, Heiserkeit, Halsschmerzen
* - Gegen Fieber
* - Gegen Allergie und Juckreiz
* - Mit ärztlicher Verordnung: Breitbandantibiotikum
* - Augen-, Ohren- und Nasentropfen
* - Elektrolytpräparat

 

Wer mit Kindern reist, sollte auch seine Reiseapotheke auf die Kleinen abstimmen. Nehmen Sie in jedem Fall ein fiebersenkendes Mittel für Kinder, ein Schmerzmittel für Kinder und spezielle Sonnenpflegeprodukte mit. Schützen Sie die Kleinen gut vor der Sonne. Babys sollten noch gar nicht in die Sonne gehen, sondern sich ausschließlich im Schatten aufhalten und auch dort eine Kopfbedeckung tragen. Kleinkinder können im Krankheitsfall auch sehr leicht „austrocknen", weshalb die Apothekerinnen und Apotheker spezielle Kinder-Elektrolytpräparate empfehlen. Auch ausreichend wasserfeste Pflaster und moderne Stripes mit denen kleine Riss-Quetschwunden versorgt werden können, dürfen nicht fehlen. „Für Kinder gilt es natürlich ganz besonders vorzusorgen, um unliebsamen Überraschungen im Urlaub vorzubeugen. Denn auch eine an sich harmlose Infektion oder eine kleine Verletzung können ohne die rasche und richtige Versorgung schnell böse Folgen haben. Auch hier gilt, lassen Sie sich bei den ApothekerInnen und ÄrztInnen beraten", so LRin Scheele weiter.

 

Wichtig ist es auch, sich speziell vor Fernreisen über die Gesundheitsrisiken am jeweiligen Reiseziel zu informieren und die entsprechenden Vorkehrungen wie Impfungen oder Präventivmaßnahmen treffen zu können. „Wer eine Fernreise unternimmt, sollte mindestens neun Wochen vor Abreise in die Apotheke kommen und sich auch gesundheitlich auf die Reise vorbereiten. Den Reisevorsorgeplan bieten die Apotheken kostenlos an", so Luks. „Natürlich wünschen wir uns alle, dass im Urlaub niemand krank wird. Aber die rechtzeitige Beratung und eine gute Vorbereitung, tragen dazu bei, dass Sie auch bei kleineren ‚Zwischenfällen' ihre Ferien genießen können", so Landesrätin Mag. Karin Scheele abschließend.